Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass von einem Gebäude oder unbebauten Grundstück prinzipiell auch Gefahr ausgehen kann, gilt hier die so genannte Gefährdungshaftung.

Dies bedeutet, dass der Eigentümer für alle Risiken aus dem Besitz einer Immobilie verantwortlich ist.

 

Die gängigsten Schadenbeispiele sind:

  • Personenverletzung aufgrund ungeräumter Bürgersteige im Winter
  • Personenverletzung aufgrund fehlender Beleuchtung im Treppenhaus
  • Personen- und/oder Sachschäden durch herunterfallende Dachziegel

Lediglich bei selbstgenutzten Einfamilienhäusern ist der Versicherungsschutz zur Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht in der Privathaftpflicht-Versicherung enthalten.

Die weit verbreitete Meinung, dass der Vermieter die Ansprüche aus derartigen Haftpflichtschäden an die Mieter weiterleiten kann, weil die sich z. B. nicht an den Schneeräum-Plan gehalten haben, ist schlichtweg falsch – nach Rechtsprechung haftet immer zuerst der Eigentümer der Immobilie.

Für die Prämienberechnung gibt es unterschiedliche Modelle – die Berechnung erfolgt nach Bruttojahresmiete oder nach qm-Größe der Immobilie.